Abiturfeierlichkeiten am Fridericianum | 06/2026
Feierliche Zeugnisübergabe am Gymnasium Fridericianum Rudolstadt
In Anwesenheit von Landrat Marko Wolfram, Vertretern der Stadt Rudolstadt, Siemens-Healthineers, den Fördervereinen des Fridericianums fand mit zwei Veranstaltungen am 19.06.2026 die alljährliche und feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse in der Aula des Fridericianums statt.
Neben der Schulleitung und den Kurslehrern und -lehrerinnen waren viele Angehörige und auch einige wenige Lehrer und Lehrerinnen zum wohl wichtigsten Ereignis am Ende eines jedes Schuljahres erschienen. Der Chor des Gymnasiums umrahmte traditionell die Zeugnisübergabe musikalisch und verlieh der Veranstaltung einen festlichen und emotionalen Rahmen.
In seinem Grußwort betonte der Landrat Marko Wolfram, dass es wichtig sei, dass die Abiturienten ihrer Heimat verbunden bleiben mögen, auch wenn sie zunächst z. B. für ein Studium oder eine Ausbildung den Landkreis verlassen würden. Er hoffe, dass viele von ihnen danach zurückkehren würden, um in ihrer Heimat die Zukunft mitgestalten zu können. Auch in den anderen Reden – des Schulleiters und den Dankesreden der Abiturienten klang dies mit an. Zugleich erinnerten sie an die zurückliegenden Jahre – an schöne Momente des schulischen Lebens, aber auch an die Herausforderungen, die die SchülerInnen zu bewältigen hatten.
Im Anschluss wurden die besten Abiturienten mit Auszeichnungen für besonders herausragende Ergebnisse in den einzelnen Fächern geehrt. Die Besten des Abi-Jahrgangs 2026 am Rudolstädter Gymnasium Fridericianum – Linda Schachtschabel, Annelie Müller und Hannah Walz – wurden durch den Förderverein der Schule mit Geldprämien geehrt.
Am Ende der Veranstaltungen wurden den 12er-Choristen für ihre langjährige Chormitgliedschaft gedankt. Die Chorleiterin Frau Haupt hatte dazu eine kleine Rede verfasst, die hier in Auszügen zitiert sei:
“Nichts in der Musik reicht heran an die menschliche Stimme, sie ist das Maß aller Expressivität und das Versprechen unendlicher Ausdrucksformen. Wer Sängerinnen und Sängern zuhört und sie dabei beobachtet, erfährt viel. Man kann sehen, wie sie weich werden innerlich, wie sie sich öffnen nach außen, wie sie gleichzeitig in sich hineinhören.
Die Komplexität des Singens ist atemberaubend: Singende Menschen bringen immerfort die Stimme, die Atmung, Mimik und Gestik in Verbindung mit inneren Prozessen — dem Denken und vor allem dem Fühlen. Aber beim Singen im Chor spielt nicht nur die Verbindung zu sich selbst, sondern darüber hinaus die Verbindung und das Sich- Verbünden mit allen anderen MitsängerInnen eine entscheidende Rolle — alle tauchen gemeinsam in eine andere Sphäre.
Damit bekommt man eine Idee davon, warum im antiken Griechenland die Auffassung herrschte, dass das Reden menschlich sei, das Singen aber göttlich.“ (Quelle: Spiegel/2025)
Liebe ChorabiturientInnen, wir bedanken uns ganz herzlich bei euch, dass ihr dieses außerordentliche Spektakel des gemeinsamen Singens immer wieder mit uns gewagt habt und daran gewachsen und gereift seid. Vielen Dank für eure Treue, euer Engagement und die Freude am gemeinsamen Musizieren (…).
Wir hoffen, dass wir durch viele unserer Aktivitäten: das gemeinsame Musizieren, das Zusammentreffen mit namhaften Künstlern, die gemeinsamen Konzerte mit den Thüringer Symphonikern, Konzertbesuche oder unseren Theaterbesuch im Mai, in euch ein zartes Pflänzchen zum Wachsen gebracht haben, das euch spüren und sagen lässt, wie wichtig das Singen, die Musik, Kunst und Kultur allgemein für euch, aber auch für unsere Gesellschaft sind. Lebt und tragt dies unbedingt weiter!
Vieles, was wir gemeinsam erlebt haben, wird bleiben und euch tragen (…). Wir vermissen euch schon jetzt!
Heide Haupt
Die Veranstaltungen endeten jeweils mit dem vom Chor traditionell vorgetragenen „Irischen Reisesegen“ …
Text/Fotos: V. Haupt | 06/2026
Warum Rudolstädter Abiturienten in einem Dorf bei Saalfeld feiern

Die Besten des Abi-Jahrgangs 2026 am Rudolstädter Gymnasium Fridericianum: Linda Schachtschabel, Annelie Müller und Hannah Walz (von rechts). © Heike Enzian | Heike Enzian | OTZ
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