Workshop im Rahmen der ACHAVA Festspiele 2026 | 06.10.26
Der Schofar – der Klang des ewigen Rufs – ein Workshop für unsere 5. Klassen mit Bar Zemnach in Zusammenarbeit mit dem Schillermuseum Rudolstadt und den ACHAVA-Festspielen
Der ewige Ruf, der nie verstummt. Er kann leise oder laut, melancholisch oder kämpferisch sein. Doch in jenem Moment, in dem wir ihm lauschen, wird er zu unserem eigenen. Kaum ein Instrument könnte urtümlicher sein als das Horn. Zunächst als Objekt der Jagd, später der Riten und Zeremonien – sein Klang war Warnung und Verheißung. In der jüdischen Tradition erhebt der Schofar seine Stimme zum Gebet – in einem wortlosen Gesang, wird das Widderhorn zum Medium, ein spirituelles Echo der Sehnsucht nach dem Absoluten. Die körperliche Technik des Schofarblasens, die improvisatorische Gestaltung von Tonhöhen und Pausen sowie die rituelle Einbettung des Instruments demonstrieren, wie Musik im religiösen Kontext funktional, ästhetisch und symbolisch zugleich sein kann. In dieser Unmittelbarkeit liegt eine tiefe Symbolkraft, denn der Schofar wird gewissermaßen zu einem Medium, das nicht nur gehört, sondern vor allem erfahren wird – er spricht den Körper und die Seele unweigerlich an.
aus der Programmankündigung der ACHAVA-Festspiele

Bar Zemnach war am 06.10. u.a. zu Gast im Fridericianum und stellte dort den SchülerInnen ein altes Instrument aus dem Nahen Osten vor, welches in der jüdischen Tradition eine wichtige Rolle spielt – das Schofar. Dieses Blasinstrument blasen die Juden schon seit Jahrtausenden. Dies geschah vor allem im Rahmen religiöser Rituale, vor allem in der Synagoge an Rosch Haschana und zum Abschluss von Jom Kippur. Es ist ein Naturinstrument aus Widderhorn, welches nicht einfach zu spielen ist und keine Klappen oder Ventile besitzt.
Im Mittelpunkt des Schulworkshops stand aber vor allem auch die Herstellung eines eigenen Blasinstrumentes – ein hornähnliches Intrument bestehend aus einem Plastikschlauch und einem Schalltrichter aus Plastik. Nach dem Worshop konnten alle SchülerInnen des fünften Jahrgangs das Instrument ausprobieren und so klang und schallte es allenthalben durch gesamte Schulhaus. Es kam „Stimmung in die Bude“ …
Am Nachmittag war Bar Zemnach („… ist ein israelischer Horn- und Shofar-Spieler aus Berlin. Im Jahr 2000 in eine musikalische Familie hineingeboren, begann er schon früh seine musikalische Reise, zunächst mit dem Horn und später mit dem Klavier.“ mehr Infos auf seiner Webseite) noch zu Gast im benachbarten Schillerhaus, wo er ebenfalls einen Worshop gab.
Text: V. Haupt (unterVerwendung mehrere Internetquellen – s.o.) | Fotos O. Scholtes | 10/2026
Impressionen




