Theaterprojekt „Die Welle“ | 02/2026
Erfolgreicher Abschluss des Theaterprojekts „Die Welle“
In diesem Schuljahr gab es für die Klasse 10a ein besonderes Theaterprojekt: geplant waren die Erarbeitung und Aufführung einer szenischen Lesung des Stücks „Die Welle“ von Reinhold Tritt nach dem gleichnamigen Roman von Morton Rhue in Kooperation mit dem Schiller-Theater Rudolstadt.
Roman und Theaterfassung handeln von einem missglückten Experiment eines amerikanischen Geschichtslehrers in den 50er Jahren. Er wollte seinen Schülern erfahrbar machen, welche Dynamiken bei der Entstehung und Ausbreitung von faschistischen Diktaturen wirken. In kurzer Zeit entstanden aus dem neu erwachten und positiv empfundenen Gemeinschaftsgefühl der fiktiven Jugendbewegung „Die Welle“ Anpassungszwang, Ausgrenzung und Gewalt gegen Kritiker. Erst die Konfrontation mit einer Rede Hitlers ließ die Jugendlichen begreifen, wofür sie ihre Freiheit aufzugeben bereit gewesen waren.
Unter professioneller Anleitung durch die beiden Schauspieler Anne Kies und Markus Seidensticker, die Theaterpädagogin Alexandra Bardua sowie den Intendanten Steffen Mensching entstand in wenigen Wochen mehr als eine Lesung – ein szenisches Spiel, in das sich die Schüler in vielfältiger Weise einbrachten, nicht zuletzt mit selbst gebastelten Requisiten und Musik.
Zwei bis auf den letzten Platz ausverkaufte Aufführungen fanden im Stadthaus statt. Höhepunkt und Abschluss des Projekts war die Aufführung am 23.02.26 vor Mitschülerinnen und Mitschülern aus den 9., 10. und 12. Klassen sowie Eltern und Großeltern. Trotz längerer Pause, bedingt durch die Ferien, und trotz des unausweichlichen Lampenfiebers funktionierte das Zusammenspiel hervorragend, so dass am Ende eine Gemeinschaft im besten Sinne des Wortes entstanden war: Schülerinnen und Schüler, die sich gemeinsam für ein Projekt engagierten.
Ohne die großartige Unterstützung durch das Schillertheater, das uns sogar die Nutzung des Stadthauses ermöglichte, ohne das Verständnis der Lehrerinnen und Lehrer, denen wegen der Proben mitunter die Schüler im Unterricht fehlten, ohne hilfsbereite Eltern und viele andere Helfer wäre ein solch positives Ergebnis nicht möglich gewesen.
Text: G. Heinold | Fotos: G. Heinold, V. Haupt | 03/2026

